„Du fragschmi wär i bi“
Der Psychoanalyse entgegen –
Ein Erfahrungsbericht

Simon Mettler

Vortrag am Psychoanalytischen Seminar Zürich im Rahmen des Zyklus "Junge Psychoanalyse"
Freitag, 15. Mai 2015, 20.30 Uhr
Quellenstr. 25, 8005 Zürich

15. Mai 2015

Wer bin ich, dass ich mich für eine Weiterbildung in einer Richtung entschieden habe, die an der Universität marginalisiert und in einer breiteren Öffentlichkeit als überholt betrachtet wird?
In einer Zeit, in der Effizienz für Qualität steht und mit Kriterien gemessen werden kann, der Patient zum Kunden und dieser schliesslich zum König wird und es zu einer gefühlten Zunahme der Bereitschaft kommt zu normieren und abnormales als pathologisch zu betrachten, das therapiert werden kann und soll.

Jemand der bereit ist, viel Geld und Zeit in eine Ausbildung und eine Lehranalyse zu investieren. Mit dem Ziel sich selber zu einem Instrument zu machen, um nicht zu einer Maschine zu werden. Sich selber auf die Couch zu legen, in die Abhängigkeit zu begeben, um etwas eigenes zu erhalten.

Indem ich einige Erfahrungen und Gedanken aus meiner Arbeit in Institutionen zusammen trage, möchte ich etwas über das Spannungsfeld erzählen, in dem man sich als werdender junger Psychoanalytiker bewegt. Die Diskussion soll weiter führen. Der Psychoanalyse entgegen.

Simon Mettler, Studienabschluss Universität Zürich 2010 (Psychologie, Psychopathologie, Philosophie). Seit 2012 in Weiterbildung am Psychoanalytischen Seminar Zürich zum psychoanalytischen Psychotherapeut. Arbeitete als Psychologe in der Soteria Bern, in der Clienia Schlössli Oetwil a. S. und aktuell in der Modellstation Somosa Winterthur.

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