Zum Ding

Arbeitstagung zu Ehren von Rudolf Heinz

Fr/Sa, 23./24. September 2016

Ort: Kochstr. 2, 8004 Zürich, Raum Rosa Luxemburg (am Freitag Eingang durch Restaurant Café Boy, am Samstag Eingang im Innenhof und dort dann klingeln)

Eine Veranstaltung des Psychoanalytischen Seminars Zürich (PSZ)

23. September 2016

Wie kommt man zum Ding? Kommt man zu ihm, indem man mit Hilfe beispielsweise der Psychoanalyse alle pathologischen Zutaten von ihm in Abzug bringt, so dass man es wieder ungestört geniessen kann? Oder ist es nicht genau das, was sich unter triebhaften Bedingungen überhaupt erst bildet und so mit dem Subjekt verbunden ist? Ganz so, wie es die Psychoanalyse für den Fetisch gezeigt hat, ohne diese Produktion des Dings auf den Fetisch zu beschränken? Dann wären die Dinge freilich nicht mehr so unschuldig, wie sie auch der Psychoanalyse bisweilen zu sein scheinen.

So steht das Ding zwischen Verlust und Gewinn. Auch wenn es als verlorenes Objekt im Zeichen des Mangels steht, ist es gleichzeitig der Gewinn eines Begehrens ohne Ende, eines Überschusses, der immer über das jeweilige Objekt hinausweist und Kultur, Kunst und Leben ausmacht. Mit dem Ding wird für die Psychoanalyse die Maschinerie der Ding- und Wunschproduktion zu ihrem Gegenstand, sie selbst zu einem Teil davon. Was wiederum nicht nur unter dem Vorzeichen der Einschränkung und des Verzichts, sondern als Herausforderung gesehen werden könnte, dem Wunsch und seiner Maschinerie nicht auszuweichen.

Die einzelnen Sessions werden mit kurzen Referaten eingeleitet, die allen Teilnehmern ca. eine Woche vor Beginn vorliegen.


Freitag, 23. Sept. 2016

14.30 Saalöffnung
15.00 – 15.15 Begrüssung und Einführung Olaf Knellessen
15.15 – 16.45 Pathognostisches Plakat. Von der Waffenhaftigkeit aller Dinge. Rudolf Heinz, Düsseldorf
17.00 – 18.30 Artefakte als Metaphern. Daniel Strassberg, Zürich

Samstag, 24. Sept. 2016

9.00 Saalöffnung
9.30 – 11.00 Heinz und die Enden der (Musik-)Philosophie. Sebastian Wedler, Oxford
11.15 – 12.45 „Schläft ein Lied in allen Dingen“. Pierre Passett, Zürich
12.45 – 13.15 Mittagspause
13.15 – 14.45 Die Sache ist das Wort des Dings (Lacan). Die Zeit und die Affäre der Szene. Ralf Bohn, Dortmund
15.00 – 16.30 Titel noch unbekannt. Hartmut Böhme, Berlin
17.00 – 18.15 Der Lauf der Dinge. Film von Fischli/Weiss
anschliessend Schlussdiskussion

Tagungsgebühr bei Zahlung bis 15. September 2016: 120 CHF (danach 150 CHF)
Studierende bei Zahlung bis 15. September 2016: 80 CHF (danach 100 CHF)

Zahlungen bitte auf ZKB-Konto
Knellessen – Tagungen
IBAN CH42 0070 0110 0027 8162 1

WICHTIG
Bitte bei allen Überweisungen als Verwendungszweck den Namen und die Email-Adresse angeben!
Die Zahlung gilt als Anmeldung.

Information: olaf@knellessen.ch

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